F+F Schule für Kunst und Design / Berufsbegleitender Vorkurs

WORKSHOP: «Es ist nicht unbedingt schön»

Besucher der Ausstellung 20 - An Exhibition in Three Acts sind herzlich eingeladen, am Projekt teilzunehmen

Der Berufsbegleitende Vorkurs der F+F Schule für Kunst und Design in Zürich spricht Personen an, die bereits in gestalterischen Berufen arbeiten und ihre Fachkenntnisse vertiefen wollen, aber auch Interessierte, die eine Umschulung planen oder einen kreativen Ausgleich suchen. Die Ausbildung kann somit der beruflichen und persönlichen Orientierung dienen. Der Vorkurs legt seinen Hauptfokus auf die Sensibilisierung der Teilnehmer für gestalterische Arbeitsmethoden und Ausdrucksmöglichkeiten.  weitere Informationen

Vor einem Werk zu stehen und nicht zu wissen, was man damit anfangen soll – mit dieser Situation sehen sich viele bei einem Ausstellungsbesuch konfrontiert. Wie geht man damit um? Wen lässt man sprechen: das Werk, den Text, die Platzierung oder die eigenen Assoziationen? Inwiefern können zeitgenössische Kunstwerke überhaupt selber verstanden werden?
Diesem Spannungsverhältnis geht das Projekt «Es ist nicht unbedingt schön» Betrachtungsweisen zeitgenössischer Kunst nach. Studierende versuchen gemeinsam mit den beiden Dozierenden Salome Hohl und Efa Mühlethaler, Strategien und Herangehensweisen zu erarbeiten, mit welchen die Werke erschlossen werden können. Im Fokus steht die Wechselwirkung von Wissen und Nicht-Wissen, Beschreibung und Interpretation sowie die Betrachtung des Einzelwerkes und die Wahrnehmung der Objekte im Kontext des Ausstellungsnarrativs. Ziel ist, sich den Kunstwerken möglichst frei anzunähern; dabei aber auch vertraute Positionen zu hinterfragen. Es geht darum, eine Kultur der Reflexion zu entwickeln, das Verhältnis von Betrachtenden und Betrachtetem zu beleuchten, sowohl sinnliche Erfahrungen als auch intellektuelle Eigenleistung zuzulassen. In einem weiteren Schritt sollen die eigenen Gedanken mit dem Expertenwissen aus den Materialien des Museums abgeglichen und reflektiert werden. Vor allem aber möchte dieses Projekt die Freude an der Kunstbetrachtung wecken. Er soll aufzeigen, wie viel Assoziationen, Schlüsse oder Empfindungen ein Werk generieren und es zugleich Projektionsfläche und Motor von subjektiven Gefühlen und gesellschaftsrelevanten Gedanken sein kann. Devise dabei ist, dass es keine «blöden» Äusserungen gibt und Kunst in einer offenen Atmosphäre diskutiert werden darf.

Dozierende: Salome Hohl, Efa Mühlethaler
Daten: Teil 1: Samstag, 29.10.2016 Teil 2: Samstag, 19.11.2016 Teil 3: Samstag, 10.12.2016