«Now – Tomorrow – Flux: An Anthology on the Museum of Contemporary Art»

Begleitend zur Jubiläumspräsentation erscheint im Januar 2017 in Kooperation  mit  dem  Institut  für Kunstgeschichte  der  Universität  Bern  und  der  Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig eine Anthologie, welche die Funktionen  eines  Museums  für  Gegenwartskunst  aus  verschiedenen  Perspektiven  diskutiert.
Museen für zeitgenössische Kunst—wie sie sich in den letzten dreissig Jahren etabliert haben—erfordern ein Neudenken der Kategorie Museum. Die historische Ausrichtung mit den Kernaufgaben des Sammelns und Bewahrens, die dieses Format traditionellerweise charakterisieren, kontrastiert mit dem Begriff der Gegenwart. Die Publikation rückt das Museum für Gegenwartskunst selbst in den Mittelpunkt und beleuchtet aus verschiedenen Perspektiven seinen paradoxen Charakter. In vier Kapiteln, die alle durch drei theoretische Beiträge und eine Conversation strukturiert sind, adressiert die Anthologie Fragen zur Rolle und den Aufgaben eines Museums für Gegenwartskunst. Die Anthologie diskutiert das Museum für Gegenwartskunst in seiner Funktion als Ort der Produktion wie auch der Aufbewahrung und untersucht seinen Bezug zu Öffentlichkeiten  sowie seinen Umgang mit den Standards, Normen und Richtlinien, deren Produktion mit der musealen Praxis des Sammelns, Ordnens und Vermittelns verbunden ist.

Die Publikation wird herausgegeben von Beatrice von Bismarck, Heike Munder und Peter J. Schneemann, mit Beiträgen von Claire Bishop, Büro trafo.K, Martha Buskirk, Beatriz Colomina, Bettina Funcke, Christian Kravagna, Oliver Marchart, Donald Preziosi, Sophia Prinz, Beat Wyss, Artur Zmijewski. Die Conversations involvieren unterschiedliche Akteure des Kunstbetriebs wie Sepake Angiama, Karla Black, Zachary Bowman, Bruna Casagrande, Yilmaz Dziewior, Kate Fowle, Andrea Fraser, Raphael Gygax, Francesca von Habsburg, Philipp Kaiser, Heike Munder, Alena Nawrotzki, Lars Nittve, Bernadett Settele, Wolfgang Ullrich, Judith Welter und Nadia Schneider Willen.

Publiziert von JRP|Ringier mit  dem Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich, dem Institut für Kunstgeschichte, Universität Bern und der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.