MUSEUM
REVISITED
1996–
2016
15. Okt. 2016
bis 5. Feb. 2017

Das Migros Museum für Gegenwartskunst feiert sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass richtet es den Blick für einmal auf sich selbst – und dies sowohl mit einem Ausblick in die Zukunft als auch einem Rückblick in die Vergangenheit. Ermöglicht werden soll ebenso eine vielschichtige Auseinandersetzung mit der Institutionshistorie und Sammlungsgeschichte wie auch mit der kuratorischen Programmatik des Hauses. Der Ausstellungsteil Museum Revisited – 1996–2016 im Erdgeschoss widmet sich dem musealen Alltag und bietet ungewohnte Einblicke hinter die Kulissen. Dabei spielt die Kunstvermittlung eine prominente Rolle. Zudem wird das 20-jährige Schaffen des Museums anhand der erschienenen Publikationen, Plakate, Foto- und Videodokumentationen sowie des Archivmaterials nachgezeichnet.

Als Ort der Produktion wie auch der Reflexion hat sich das Migros Museum für Gegenwartskunst in den letzten 20 Jahren exemplarisch als Haus für zeitgenössische Kunst und als Museum etabliert, das sein eigenes institutionelles Format immer wieder zur Diskussion stellt. Von Anfang an war es ein zentrales Anliegen des Museums, eine aktive Teilnahme des Publikums anzustreben und eine diskursive Auseinandersetzung mit Kunst zu fördern. In diesem Sinne empfängt 20 – An Exhibition in Three Acts seine Besucher mit der raumfüllenden Arbeit Landschaft, metaphysisch und konkret (nach Max Bill) (1998) von Olaf Nicolai (*1962 in Halle an der Saale, lebt und arbeitet in Berlin). Diese verdeutlicht den Fokus auf partizipative Kunst, wie er vor allem in den 1990er-Jahren für das Migros Museum für Gegenwartskunst charakteristisch war. Die Installation, welche unterschiedlich «genutzt» werden kann, ist während des Jubiläums zugleich Skulptur und Ort zum Verweilen, Diskutieren, gemeinsamen Erinnern oder zur vertieften Lektüre. Das Werk dient auch als Plattform für die Kunstvermittlung. Die klassische Ausstellungssituation wird so durchbrochen, und die Besucher können zusammen mit Fachleuten Themen wie die Produktion von neuen Werken, die technische und konservatorische Dokumentation, die Restaurierung, die Lagerung, den Transport, den Auf- und Abbau sowie Versicherungen und juristische Fragestellungen im Zusammenhang mit zeitgenössischen Kunstwerken erörtern. Um dabei möglichst vielfältige Perspektiven einzubeziehen, arbeitet das Museum mit unterschiedlichen Partnern zusammen. Dazu gehören Kunsthochschulen und Universitäten ebenso wie zahlreiche andere kulturelle und soziale Institutionen. Neben diesen Themenfeldern, die einerseits den musealen Umgang mit zeitgenössischer Kunst betreffen sowie andererseits die Funktionen und Aufgaben eines Museums für Gegenwartskunst befragen, wird der «Charakter» der seit 1957 stetig wachsenden Sammlung veranschaulicht. In einem der Geschichte des Migros Museum für Gegenwartskunst gewidmeten Raum wird die zeitlich wie personell unterschiedlich geprägte Ankaufstätigkeit – unter anderem mit zum ersten Mal öffentlich zugänglichem Archivmaterial – abgebildet.

Öffnungszeiten:

Di / Mi / Fr 11:00–18:00
Do 11:00–20:00
Sa / So 10:00–17:00
1. Weihnachtstag 25. Dezember geschlossen
2. Weihnachtstag 26. Dezember 10:00–17:00
Neujahrstag (1. Januar) 10:00–17:00
Berchtoldstag (2. Januar) 10:00–17:00

Eintrittspreise:

Erwachsene: CHF 12
Ermässigt: CHF 8
Do 17:00–20:00: Eintritt frei
Dauerkarte «20 – An Exhibition in Three Acts»: CHF 20

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Ausgewählte Produktionen

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